Wichtig für alleDruckversion Jakobskreuzkraut Pferdebesitzer!!!!!!!!

Jakobskreuzkraut, Senecio jacobeaGroßes Bild

Stark auf dem Vormarsch auf unseren Pferdeweiden ist das stark giftige Jakobskreuzkraut, auch Jakobs-Greiskraut genannt. Es verbreitet sich massenhaft über den Samen! Die Verbreitung wird durch wenig gemähte Brachflächen, Gräben, Böschungen etc. begünstigt.

Das zur Familie der Korbblütler gehörende zwei- bis mehrjährige Jakobs-kreuzkraut wird ca. 30 – 100 cm hoch. Seine Blätter sind fiederteilig, hellgrün, und zur Blütezeit meist schon abgestorben.

Großes BildJakobskreuzkraut blüht zwischen Juli und August mit goldgelben aufrechten Doldentrauben, durch milde Winter kann die Blütezeit auch früher eintreten.

Giftigkeit: Alle Pflanzenteile sind durch Pyrrolizidin-Alkaloide wie Jacobin, Senecionin und Oxalate sehr giftig. Die höchste Alkaloidmenge ist in den Blüten enthalten. Diese Alkaloide werden durch Trocknung nicht zerstört, daher sind Heu und Silage, in denen diese Pflanzen oder deren Teile enthalten sind, als Futtermittel nicht mehr zu verwenden. Im Heu ist die Pflanze gut an den rötlichen Stängeln erkennbar.

Das Gift führt zu starker Leberschädigung, eine Menge von 0,05-0,20 kg getrocknetem Jakobskraut pro kg Körpergewicht ist bereits tödlich (ca. 30 kg bei einem ausgewachsenen Pferd). Diese Menge kann auch über einen längeren Zeitraum verteilt sein, z. B. im Heu über den ganzen Winter.

Neben Pferden sind auch Rinder, Schafe und Ziegen gefährdet.

Einzelpflanzen werden auf der Weide meist von älteren Pferden gemieden (unangenehmer Geruch), aber Jungtiere nehmen die Pflanzen im Rosettenstadium auf. In Heu und Silage wird der Eigengeruch des Krautes überdeckt, sodass alle Tiere die Pflanze dann fressen.

Vergiftungssymptome beim Pferd sind:Großes Bild

  • Erhöhte Atem- und Pulsfrequenz
  • Nachlassende Kondition
  • Appetitlosigkeit
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Unkoordinierte Bewegungen
  • Zielloses Umherwandern (Walking Disease)
  • Lecksucht
  • Gelbfärbung der Bindehäute
  • Häufiges Gähnen
  • Kolik
  • Verstopfung oder blutiger Durchfall
  • In schweren Fällen Blindheit, Leberkoma, Tod

Maßnahmen im Vergiftungsfall: Notfall, sofortige Benachrichtigung des Tierarztes. Haben Tiere große Mengen dieses Giftes aufgenommen, ist eine Behandlung meist aussichtslos.

Bekämpfung der Pflanze auf den Weiden und in der näheren Umgebung (u. a. wegen Fütterung durch Passanten): Ausstechen und verbrennen. Eine chemische Bekämpfung ist begrenzt mit MCPA und 2,4 D-Wirkstoffen möglich.